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24.10.2015: InvasIC bei der Langen Nacht der Wissenschaften 2015

Das Interdisziplinäre Zentrum für Eingebettete Systeme (ESI) war gemeinsam mit dem DFG Sonderforschungsbereich/TR 89 „Invasives Rechnen“ und Mitarbeitern des Lehrstuhls für Informatik 12 (Hardware-Software-Co-Design) bei der Langen Nacht der Wissenschaften 2015 vertreten.

Der Stand beschäftigte sich mit der friedlichen Invasion von Prozessoren. Statt nur eines einzelnen Prozessors tummeln sich in wenigen Jahren schon mehr als 100 Prozessorkerne auf einem Chip. Wer ist Herr dieser Prozessoren und wie teilen Sie sich die Arbeit? Ein Demonstrator zu „Invasivem Rechnen“ zeigte, wie Anwendungen den Wunsch nach Prozessoren ausdrücken können und das System versucht, diesen Wünschen gerecht zu werden.
Das Thema war: „Keine Invasion vom Mars, sondern Invasion der Kerne“. Der „Marsianer“, eine kleine dreh- und schwenkbaren Kamera, fokussierte einen Tennisball der sich Raum befand und von den Zuschauern bewegt werden konnte. Dies funktionierte mal mehr und mal weniger gut, je nachdem wie viele Prozessoren das Programm invadieren durfte. Zeitgleich konnten die Besucher einen Blick auf die internen Zustände eines zukünftigen Prozessors werfen, der die notwendigen Berechnungen für die Tennisballverfolgung ausführte.
Je mehr Prozessoren das Programm für seine Arbeit nutzen darf, desto schneller und effizienter kann die Kamera arbeiten. Werden in der Simulation andere Programme im Hintergrund aktiv, wird die Arbeitsleistung der Kamera deutlich geringer, da die aktiven Programme nun Prozessoren belegen.

In der Zukunft werden immer mehr Prozessoren in den Systemen verbaut sein, Programme werden so programmiert werden, dass sie untereinander verhandeln können, welches Programm wie viele Prozessoren belegen darf.

Dr.-Ing. Frank Hannig, Dipl.-Ing. Sascha Roloff, Dipl.-Ing. Andreas Weichslgartner und die Studierenden Theresa Pollinger und Guillermo Janner Acero erklärten auf anschauliche Weise den Sinn und das Verhalten von Invasive Computing. Dabei schafften Sie auf eindrucksvolle Art den Spagat zwischen kindgerechter Erklärung und tiefergehenden Fachgesprächen zwischen Informatikern.

LNdW2015